Der dritte Mann

Historische Einordnung des Romans "Der dritte Mann"

Graham Greene schrieb den Roman "Der ditte Mann", der 1950 veröffentlicht wurde. Der Autor selbst beschrieb sein Werk, als etwas, was man nicht lesen, sondern sehen müsste. Der Autor kommt am 11. Februar 1948 nach Wien und erhält den Auftrag eine mitreißende Filmstory zu schreiben, die im stark zerstörten Nachkriegs-Wien spielt. Die Faszination Wiens färbt auf ihn ab und Greene findet sein Thema: den Schwarzmarkt und den illegalen Penicillinhandel, da Penicillin immer lebensnotwenidger und rarer wird. Besonders interessiert ist der Autor an der politischen Situation, da in Wien die Allierten gezwungen sind zusammen zu arbeiten, aber auch an der sonderbaren traurigen Stimmung. Beidem versucht er in seinen Recherchen nachzugehen.

Die Handlung von "Der dritte Mann"

Durch die Einladung eines Freundes gelangt der Westernautor Rollo Martins nach Wien. Doch bei seiner Ankunft muss er erfahren, dass sein Freund Harry Limes Opfer eines Autounfalls wurde. Bei seinen Nachforschungen stellt er überracht fest, dass fast alle Bekannten von Harry am Unfall beteilgt waren. Nur ein Anwohner - ein Augenzeuge berichtet von einem "dritten Mann", der der Polizei unbekannt ist. Kurze Zeit später wird der Augenzeuge ermordet. Martins lernt auch "Anna Schmidt", Limes Lebensgefährtin kennen und verliebt sich in Sie. Sie hängt jedoch noch an Limes und wird von der sowjetischen Besatzungsmacht gesucht, da sie illegal aus Ungarn einreiste und in Wien mit gefälschten Papieren lebt. Eines nachts wird Martins verfolgt. Als sein Verfolger entpuppt sich der totgeglaubte Harry Limes. Erst durch Calloway wird Martins über dei Verbrechen aufgeklärt, die Limes zur Last gelegt werden. Zu denen gehören der illegale Handel mit Penicillin, welches gestreckt wurde, um mehr Profit zu machen, aber starke Nebenwirkungen wie Hirnhautentzündungen bei Kindern hervorruft. Um dem ein Ende zu machen, stellt Martins sich bei der Polizei als Lockvogel zur Verfügung, um Limes von der sowjetischen Besatzungszone in die der Westmächte zu locken, damit er von diesen festgenommen werden kann. Nach einer Verabredung im Kaffeehaus folgte eine wilde Verfolgungsjagd, bei der Limes angeschossen wird. Als er in einem Ausstiegsschacht gefangen ist, wird er durch Martins erschossen.

Weitere Hintergründe zum Roman "Der dritte Mann"

Das Werk "Der dritte Mann" wurde auch verfilmt. Es kam zur Namensänderung von Rollo Martins in Holly Martins und kleinen Änderungen bei anderen Charakteren. Aus politischen Gründen wurden einige kritische Unterscheidungen die Besatzungsmächte betreffend abgeschwächt. Besonders auffällig sind die Parallen zwischen Greenes Aufenthalt und dem seines Protagonisten. Beide steigen im Hotel Sacher ab, obwohl es sich dabei um eine Ausnahmereglung handelt, da dieses Hotel zur damaligen Zeit nur dem britischen Militär vorbehalten war. Schriftsteller Martins ist genauso eingenommen von der traurigen Stimmung und dem politischen Geschehen. Auch die von ihm inszenierte Razzia der Internationalen Militärpatrouille, um eine Schriftstellerkollegin zu schocken, findet sich in seinem Werk wieder. Die Verfilmung des Werkes "Der dritte Mann" zeigt trotz der Kriminalgeschichte ein klares Bild von einem zerstörten und durch die Allierten kontrolliertes Wien in der Nachkriegszeit. Noch heute gilt es als Zeitdokument.