Krieg und Frieden

Der Roman Krieg und Frieden ist ein vierteiliges Buch und entstammt der Feder des russischen Schriftstellers Lew Nikolajewitsch Tolstoi. Veröffentlicht wurde der Roman erstmals im Jahr 1868 in Moskau. Krieg und Frieden gilt inzwischen als Klassiker in der Weltliteratur. In Krieg und Frieden wird die napoleonische Zeit, nämlich die Zeit zwischen 1805 und 1812 überwiegend aus der Sicht Russlands beschrieben.

Die Hauptpersonen aus Krieg und Frieden

Die Hauptakteure sind Andrej Bolkonski und Pierre Besukow, zwei russische Freunde. Pierre ist der uneheliche Sohn eines russischen Grafen, der ständig auf Abwegen wandelt und mit seiner Spiel- und Trunksucht sein Leben vergeudet. Obwohl sein Freund Andrej vermeintlich glücklich sein müsste - er ist mit einer der begehrtesten Frauen Moskaus verheiratet - fühlt er sich jedoch durch diese Verbindung nicht zufrieden und beflügelt, eher sind ihm die daraus resultierenden gesellschaftlichen Verpflichtungen unangenehm und behindern ihn aus seiner Sicht an der Selbstverwirklichung.

Der lebensverändernde Krieg beginnt in Krieg und Frieden

Den bevorstehenden Krieg mit Napoleon Bonaparte sieht er für sich als Möglichkeit, diesen Zwängen zu entfliehen und aus seinem gesellschaftlichen Leben auszubrechen. Als Offizier der russischen Armee zieht der Napoleon in Richtung Österreich entgegen und begegnet diesem in der Schlacht bei Austerlitz zum ersten Mal. Pierre verbringt derweil viel Zeit mit der lebensfrohen Familie Rostowa in Moskau. Wirtschaftlich steht er exzellent da, weil sein Vater zwischenzeitlich verstorben ist und ihm ein beträchtliches Vermögen hinterlassen hat. Die jüngste Tochter der Familie, Natascha, hegt intensive Gefühle für Pierre, er erwidert jedoch lediglich freundschaftliche Empfindungen. Pierre heiratet, allerdings die schöne Elena Kuragin, die ihn jedoch - wie sich nach der Eheschließung herausstellt - lediglich seines Geldes wegen geheiratet hat und ihn schon relativ kurz nach der Heirat mit ihrem Liebhaber Duluchow betrügt. Die Scheidung folgt.

Veränderungen der Beziehungen in Krieg und Frieden

Krieg und Frieden auch in den Beziehungen der Hauptpersonen

Zwischenzeitlich ist auch sein Freund Andrej wieder allein, da seine Frau bei der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes verstorben ist. Bei einem Landaufenthalt bei der Familie Rostowa verliebt er sich in Natascha, die ihn - vermeintlich - auch liebt. Andrejs Vater jedoch erzwingt eine einjährige Wartezeit bis zu einer Heirat, in der sich beide prüfen und ihrer Gefühle füreinander versichern sollen. Andrej reist mit einer Friedenskommission nach Tilsit.

Krieg und Frieden auch in der Liebe

In dieser Zeit beginnt Natascha eine Affäre mit Anatol, dem charakterlosen Cousin von Elena Kuragin. Weil Natascha von ihrer Familie kein Verständnis für diese Liebe erfährt, plant sie eine gemeinsame Flucht mit Anatol, die jedoch von Pierre verhindert wird und der Anatol zu einer Flucht aus Moskau drängt. Andrej löst aus Enttäuschung über Nataschas Treulosigkeit die Verlobung.

Sieg für den Frieden in Krieg und Frieden

Napoleon fällt in Russland ein und besetzt das von seinen Bewohnern verlassene Moskau. Pierre wird Kriegsgefangener Bonapartes und als solcher von Dolochow befreit. Die Männer versöhnen sich. Andrej liegt verwundet im Sterben in einem Verwundetenlager Russlands. Vor seinem Tod verzeiht er ihr und macht für Pierre und Natascha ein Leben miteinander frei.